Gesundheit: Gute Nacht

4173.schlafendes_kind_300.jpgWer gut schläft, fühlt sich gut. Und umgekehrt. Sechs bis acht Stunden Ruhe sollten es sein.

Müde und unentschlossen
Wer unruhig oder zu wenig schläft, ist entscheidungsscheuer als ausgeschlafene Zeitgenossen. Das ist das Ergebnis einer Studie des amerikanischen Walter Reed Army Institute of Research. Untersucht wurde der Einfluss von Schlafmangel auf die Gehirnaktivität, wobei die Testpersonen diverse Konfliktsituationen zu bewältigen hatten – mal ausgeschlafen, mal übermüdet. Es zeigte sich, dass die unter Schlafmangel Leidenden sich deutlich schwerer taten und mehr Zeit benötigten, um eine emotionale Situation bewerten und angemessen reagieren zu können. Grund: Schlafentzug führt zu verringerter Gehirnaktivität.

Nachtmenschen sind kreativ
Sie kommen erst abends so richtig auf Touren und haben ihre besten Ideen in den Stunden rund um Mitternacht? Dafür ist Ihr Biorhythmus verantwortlich, denn der ist nicht bei allen Menschen gleich. Bei einer Studie stellten italienische Wissenschaftler fest, dass “Spätstarter”, die ihr Leistungshoch eben nicht am Morgen oder während des Tages haben, Aufgaben origineller und flexibler lösten. Alter und Geschlecht spielten dabei keine wesentliche Rolle, vielmehr verband die kreativen Antwortgeber, dass sie in der Regel spät aufstanden und abends länger wach waren.

Sich fit schlafen
Sie können abends nur schwer einschlafen, werden nachts immer wieder wach und finden keine Ruhe mehr? Dahinter stecken in den meisten Fällen seelische Belastungen, die Sie nicht bewältigt haben. Doch wer nachts nicht ausdauernd und ruhig schläft, kann die körpereigenen Energiedepots nicht aufladen. Die Konsequenz: die Leistungsfähigkeit sinkt, die Immunabwehr wird schwächer. Entspannungsübungen helfen beim Abschalten.

Und so geht’s: Setzen Sie sich gerade und im Schneidersitz auf das Bett, atmen Sie ruhig und gleichmäßig. Lassen Sie den Kopf erst langsam nach hinten sinken, dann bewegen Sie ihn zurück. Wichtig: Atmen Sie ganz entspannt, wiederholen Sie das Ganze drei weitere Mal und kuscheln sich anschließend unter die Decke.

Die innere Uhr
Zu wenig oder zu viel Schlaf gehen an die Substanz. Sie fühlen sich energie- und antriebslos. Ideal sind sechs bis acht Stunden Schlaf. Hören Sie zudem auf ihre innere Uhr, denn diese bestimmt ihre persönliche Leistungsfähigkeit. Anspruchsvolle Aufgaben sollten Sie dann angehen, wenn Sie sich besonders energiegeladen fühlen.

Kaffee ist ein guter Wachmacher, zu viel aber hat den gegenteiligen Effekt. Nach einem kurzen Energiehoch fühlen Sie sich umso müder. Besser als Kaffee sind in solchen Augenblicken eine ordentliche Brise Frischluft und etwas Bewegung.

(ecada/Anna Strathaus)